(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software „cook&kalk“ (nachfolgend „Software“) zwischen cook&kalk e.U., Inhaber Stefan Pichler, Birkenweg 7, 7083 Purbach am Neusiedlersee, Österreich, Firmenbuchnummer FN 687407 v, Firmenbuchgericht Landesgericht Eisenstadt (nachfolgend „Anbieter“), und dem Kunden.
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB bzw. § 1 Abs 1 Z 1 KSchG (insbesondere Gastronomie- und Hotelleriebetriebe, Caterer, Gemeinschaftsverpfleger), nicht an Verbraucher. Bei der Registrierung bestätigt der Kunde ausdrücklich (Pflicht-Checkbox), als Unternehmer zu handeln.
(3) Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nicht, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(4) Vertragssprache ist Deutsch. Übersetzungen dieser AGB oder der Website dienen nur der Information; im Zweifel gilt die deutsche Fassung. Diese AGB sind jederzeit unter cook-kalk.com/agb.html abrufbar und können gespeichert und ausgedruckt werden („AGB herunterladen“ oben).
(1) cook&kalk ist eine webbasierte Software (Software-as-a-Service) zur Kalkulation von Speisen und Getränken, zur Verwaltung von Rezepturen, Preislisten und Auswertungen für professionelle Küchen.
(2) Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf cook-kalk.com. Der Anbieter entwickelt die Software laufend weiter; Funktionen können ergänzt, geändert oder – soweit dem Kunden zumutbar – ersetzt werden. Wesentliche Funktionen des gebuchten Tarifs werden während eines bereits bezahlten Abrechnungszeitraums nicht ersatzlos entfernt.
(3) Die Nutzung erfolgt über den Webbrowser. Ein Anspruch auf Bereitstellung des Quellcodes oder auf Installation beim Kunden besteht nicht.
(1) Die Nutzung setzt eine Registrierung mit einer gültigen E-Mail-Adresse voraus. Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
(2) Bei der Registrierung bestätigt der Kunde mit einer Pflicht-Checkbox, als Unternehmer (B2B) zu handeln, diese AGB zu akzeptieren und die Datenschutzerklärung gelesen zu haben. Ohne diese Bestätigung ist keine Registrierung möglich. Beim Abschluss eines kostenpflichtigen Abos bestätigt der Kunde die AGB zusätzlich im Bezahlvorgang.
(3) Ein Abo ist dem Kunden und seinem Betrieb zugeordnet. Der Kunde kann im Rahmen seines Tarifs weitere Benutzer einladen; der Inhaber des Abos zählt dabei als Benutzer. Derzeit umfasst Pro bis zu 3 Benutzer, Business bis zu 5 Benutzer. Zusätzliche Benutzerplätze sind in Vorbereitung; sobald sie angeboten werden, können sie gegen gesondertes Entgelt dazugebucht werden.
(4) Benutzerplätze dürfen nur an Mitarbeiter des Kunden bzw. an Personen vergeben werden, die für den Betrieb oder die eigenen Standorte des Kunden tätig sind (z. B. Küchenchef, Service, Buchhaltung, Steuerberater). Ein anderes, rechtlich oder wirtschaftlich selbstständiges Unternehmen – etwa ein befreundeter Gastronom – benötigt ein eigenes Abo.
(5) Eingeladene Benutzer erhalten Zugang ausschließlich über das Abo des Kunden. Endet oder ruht das Abo, endet bzw. ruht auch ihr Zugang. Der Kunde legt die Rechte der Benutzer fest und ist für deren Handeln in der Software verantwortlich.
(6) Vertragsschluss: Der Vertrag über die kostenlose Testphase kommt zustande, wenn der Kunde nach der Registrierung den Anmeldelink in der Bestätigungs-E-Mail aufruft. Der Vertrag über ein kostenpflichtiges Abo kommt mit dem Abschluss des Bezahlvorgangs („zahlungspflichtig abonnieren“) beim Zahlungsdienstleister zustande; der Kunde erhält darüber eine Bestätigung per E-Mail. Vor dem Absenden kann der Kunde seine Eingaben jederzeit prüfen und korrigieren oder den Vorgang abbrechen.
(1) Der Anbieter kann eine kostenlose, zeitlich und funktional begrenzte Testphase anbieten (derzeit: 7 Tage, begrenzte Anzahl eigener Gerichte). Die Testphase endet automatisch; es entsteht keine Zahlungspflicht und kein automatischer Übergang in ein kostenpflichtiges Abo.
(2) Nach Ablauf der Testphase kann der Kunde ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Ohne Abschluss kann der Zugriff auf die Software gesperrt werden; § 10 (Daten) bleibt unberührt.
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf cook-kalk.com ausgewiesenen Preise. Der Anbieter ist derzeit Kleinunternehmer gemäß § 6 Abs 1 Z 27 UStG; es wird keine Umsatzsteuer verrechnet und ausgewiesen. Entfällt diese Befreiung, verstehen sich die Preise ab dem nächsten Abrechnungszeitraum zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer; dies wird gemäß Abs 4 angekündigt. Bei Kunden mit Sitz außerhalb Österreichs richtet sich die Umsatzsteuer nach den jeweils geltenden Vorschriften (insbesondere Übergang der Steuerschuld auf den Kunden, „Reverse Charge“); der Kunde gibt dazu auf Anfrage seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bekannt.
(2) Die Abrechnung erfolgt im Voraus je Abrechnungszeitraum – je nach gewähltem Abo monatlich oder jährlich – über den Zahlungsdienstleister des Anbieters. Beim Jahres-Abo wird das Entgelt für 12 Monate im Voraus verrechnet; der jeweils geltende Rabatt gegenüber der monatlichen Zahlung wird auf cook-kalk.com ausgewiesen. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.
(3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter nach erfolgloser Mahnung berechtigt, den Zugang bis zum Ausgleich offener Forderungen zu sperren; die Daten des Kunden bleiben in dieser Zeit erhalten. Es gelten die gesetzlichen Verzugszinsen für unternehmensbezogene Geschäfte (§ 456 UGB).
(4) Preisänderungen werden mindestens ein Monat im Voraus per E-Mail angekündigt und gelten ab dem nächsten Abrechnungszeitraum, beim Jahres-Abo frühestens ab der nächsten Verlängerung. Der Kunde kann bis zum Wirksamwerden kostenfrei kündigen; auf dieses Recht wird in der Ankündigung hingewiesen.
(5) Der Kunde kann nur mit Gegenforderungen aufrechnen, die vom Anbieter anerkannt oder gerichtlich festgestellt sind.
(1) Das Abo kann wahlweise mit monatlicher oder jährlicher Abrechnung abgeschlossen werden:
Die Kündigung erfolgt über die Kontoeinstellungen oder per E-Mail an office@cook-kalk.com. Ein Wechsel zwischen monatlicher und jährlicher Abrechnung ist jeweils zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums möglich.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei erheblichem Verstoß gegen § 8 vor.
(3) Bereits bezahlte Entgelte für laufende Zeiträume werden nicht rückerstattet, außer die Kündigung beruht auf einem vom Anbieter zu vertretenden wichtigen Grund oder es liegt ein Fall des § 10a Abs 4 (Anbieterwechsel) vor. Nach einer Kündigung bleibt der Zugang bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums vollständig nutzbar.
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Software, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Wartungsarbeiten, Weiterentwicklung sowie Störungen bei Dritten (Hosting, Netz, Zahlungsdienste) können zu vorübergehenden Einschränkungen führen. Planbare Wartungsarbeiten führt der Anbieter nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Hauptgeschäftszeiten durch.
(2) Support erfolgt per E-Mail in angemessener Frist. Ein Anspruch auf bestimmte Reaktionszeiten besteht nur bei gesonderter Vereinbarung.
(1) Die Software ist ein Rechen- und Organisationswerkzeug. Kalkulationen, Preisempfehlungen, Auswertungen und Benchmarks sind Hilfsmittel auf Basis der vom Kunden eingegebenen Daten und branchenüblicher Richtwerte. Sie ersetzen keine betriebswirtschaftliche, steuerliche oder rechtliche Beratung. Unternehmerische Entscheidungen (insbesondere Verkaufspreise) trifft der Kunde in eigener Verantwortung.
(2) Nährwertangaben sind Schätzungen auf Basis von Standard-Nährwerttabellen und ersetzen keine Laboranalyse und keine zertifizierte Nährwertdeklaration.
(3) Die automatische Allergen-Erkennung ist eine Unterstützung, keine Garantie. Der Kunde ist verpflichtet, Allergenkennzeichnungen vor Verwendung (Speisekarte, Aushang, Auskunft) eigenverantwortlich gemäß den gesetzlichen Vorgaben zu prüfen und freizugeben.
(1) Die vom Kunden eingegebenen Inhalte (Rezepturen, Preise, Fotos) bleiben Eigentum des Kunden. Der Anbieter erhält daran nur die zur Vertragserfüllung nötigen Nutzungsrechte (Speicherung, Verarbeitung, Anzeige).
(2) Die Software bietet eine Exportfunktion („Alles sichern“). Dem Kunden wird empfohlen, regelmäßig eigene Sicherungen zu erstellen.
(3) Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten mindestens 30 Tage lang exportieren; danach ist der Anbieter zur Löschung berechtigt. Auf Wunsch werden Konto und Daten früher gelöscht (siehe Datenschutzerklärung). Rechnungs- und Buchhaltungsunterlagen bewahrt der Anbieter im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten auf.
(4) Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten regelt die Datenschutzerklärung.
(5) Soweit der Kunde in der Software personenbezogene Daten Dritter verarbeitet – insbesondere seiner Mitarbeiter und Teammitglieder –, ist er dafür Verantwortlicher im Sinne der DSGVO; der Anbieter verarbeitet diese Daten als Auftragsverarbeiter. Dafür gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der Bestandteil dieser AGB ist.
(1) Der Kunde kann jederzeit verlangen, seine exportierbaren Daten zu einem anderen Anbieter oder in eigene Systeme zu übertragen oder sie zu löschen (Wechselersuchen). Das Wechselersuchen ist per E-Mail an office@cook-kalk.com mit einer Frist von höchstens zwei Monaten zu stellen.
(2) Exportierbare Daten sind insbesondere: Gerichte und Rezepturen mit Zutaten und Mengen, Preislisten und Artikel, Gerichtsdaten, Monats-Wareneinsatz, Speisekarten, Buffets und Menüs, Betriebe sowie Personal- und Lohndaten. Der Export erfolgt kostenlos in einem gängigen, maschinenlesbaren Format (JSON) über die Exportfunktionen der Software. Rechnungen stehen im Kundenportal des Zahlungsdienstleisters zum Download bereit. Nicht exportierbar sind die Software selbst und ihre Gestaltung.
(3) Nach Ablauf der Frist unterstützt der Anbieter den Wechsel in angemessenem Umfang; der Übergang wird innerhalb von 30 Kalendertagen abgeschlossen. Danach bleiben die Daten mindestens 30 Kalendertage abrufbar und werden anschließend gelöscht, sofern der Kunde nichts anderes verlangt. Mit erfolgreichem Abschluss des Wechsels endet der Vertrag.
(4) Für den Wechsel werden keine Wechselentgelte verrechnet. Endet ein Jahres-Abo durch ein Wechselersuchen vorzeitig, erstattet der Anbieter das für volle, nicht genutzte Monate bezahlte Entgelt; abgezogen wird lediglich der für die genutzten Monate gewährte Jahresrabatt (Abrechnung der genutzten Monate zum Monatspreis).
(5) Diese Bestimmungen gelten nicht für die kostenlose Testphase (§ 4).
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter – außer bei Personenschäden – nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Nutzung der Software überhaupt erst ermöglicht. Diese Haftung ist auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens auf das vom Kunden in den 12 Monaten vor dem schädigenden Ereignis bezahlte Entgelt. Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung für entgangenen Gewinn und mittelbare Schäden ausgeschlossen.
(3) Der Anbieter haftet nicht für Ergebnisse und Entscheidungen im Sinne des § 9 sowie nicht für Datenverluste, soweit diese durch zumutbare Sicherungen des Kunden (§ 10 Abs 2) vermeidbar gewesen wären; Abs 1 bleibt unberührt.
(4) Zwingende gesetzliche Haftungsbestimmungen, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz, bleiben unberührt.
(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies aus rechtlichen, technischen oder wirtschaftlichen Gründen sachlich gerechtfertigt ist (z. B. Gesetzesänderungen, neue Funktionen, Änderungen bei Zahlungs- oder Hostingdienstleistern). Die vereinbarten Hauptleistungen und die Preise werden nicht auf diesem Weg geändert; für Preise gilt § 5 Abs 4.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens einen Monat vor Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt; die geänderten Stellen werden dabei kenntlich gemacht. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge, auf das Widerspruchsrecht und auf das Recht, den Vertrag bis zum Wirksamwerden kostenfrei zu kündigen, wird in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen.
(3) Änderungen, die den Kunden nicht bloß geringfügig benachteiligen, werden nur mit seiner ausdrücklichen Zustimmung wirksam.
(1) Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen, auch wenn der Kunde seinen Sitz außerhalb Österreichs hat.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist das sachlich zuständige Gericht am Sitz des Anbieters. Der Anbieter kann den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand klagen.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
(4) Erklärungen nach diesen AGB (z. B. Kündigung, Widerspruch, Wechselersuchen) können per E-Mail abgegeben werden.